Archiv der Kategorie: Traumatherapie

Alles, was Sie schon immer über Trauma und Glücksfähigkeit wissen wollten

Es folgt eine Homage an die Trauma-Therapiemethode Somatic Experiencing.

Die Methode der Methoden, die fast alles besser macht, von der Haltung, zur Atmung bis zum Puls; von den eigenen gesunden Grenzen bis zu unseren sozialen Beziehungen.

Es gibt wenig, was mehr zufriedenstellende körperliche Freude bereitet als das eigene Fleisch gut zu spüren. Den eigenen Körper gut wahrzunehmen, ihm seinen natürlichen Rhythmus zu lassen, bis er entspannt und wach zugleich ist, macht so ziemlich alles besser, was auch immer dann getan werden muss – sei es Arbeit, Sitzen, Gehen, Sport, Tanzen, Schmusen, die Familie zu schaukeln oder fernzusehen.

Somatic Experiencing ist die lebendige Therapie der Therapien; der Unterschied zwischen fad und aufregend, zwischen eh normal halt und ganz super leiwand, selbst wenn der Körper recht fit und angenehm ist, wird er mit SE noch besser. Mit ein bisschen Konditionierung lässt schon der natürlich-biologische Zugang einem die Wahrnehmung schärfen und das Hier und Jetzt frisch und wach erleben.

Hier, eine kleine Huldigung und Antworten auf hoffentlich fast alle brennenden Trauma- und Glücks-Fragen – als eine kleine Ausführung, die sich häufigen gesundheitlichen Themen und ihrer Behandlung widmen soll.

Wie Somatic Experiencing entstanden ist

Ganz einfach: ein Traumaforscher und Biologe mit guter Beobachtungsgabe hat festgestellt, dass Tiere in freier Wildbahn, im Gegensatz zum Menschen, nicht an PTBS (Posttraumatische Belastungsstörungen) leiden. Obwohl Tiere in freier Wildbahn täglich mit lebensbedrohlichen Situationen konfrontiert werden können, bleibt bei ihnen nichts von den stresshaften lebensgefährlichen Situtionen hängen; sie können einfach gesund weitermachen und gut funktionieren und bleiben fit; sonst würde das Tier sehr bald verenden oder gar seine gesamte Spezies. Warum ist es dann so, dass ein Mensch an Vergangenem unter Umständen so zu kiefeln hat?

Obwohl wir als die höher entwickelten Wesen gelten, scheint uns doch unser Großhirn bei manchen Verarbeitungsprozessen im Wege zu stehen? Was fehlt? Was braucht es? In unserer Biologie sind wir im Prinzip ganz ähnlich aufgebaut wie andere Säugetiere. Wir haben ganz ähnliche Voraussetzungen und trotzdem können wir mit Stresssituationen alleine oft schwerer umgehen um diese restlos zu verarbeiten, zu verdauen. Was es braucht ist, dass wir einen „neuen“ Zugang (eigentlich der Wahrnehmungsinterpretation) zum Körper herstellen, der sich dann ganz von selbst wieder neu reguliert – und Altes nicht mehr belastet und man frisch und entpannt für die Gegenwart und Zukunft wach ist.

Das Erwachen des Tigers – symbolisch steht er für das innere Feuer und die Überwindung rigider, gefangener Energien tief in unserem Körperbewusstsein, in unserem Nervensystem.
Weiterlesen

Ode an die Kraft der Pflanzen: Öle, Tränke und Rauchwolken-Opfergaben

Während man in früheren Zeiten als traditioneller Mediziner sich mit seinem Meister beziehungsweise mit seinem Schüler auf die Suche nach bestimmten Heilkräutern in der Natur begab, sind die Möglichkeiten der Beschaffung heute andere. Es gibt auch Zugänge, bei denen man womöglich zu einer bestimmten Tageszeit oder Mondphase ernten soll um die optimale zyklische Kraft der Elementarkraft-, Sternen- und Lichtkombination möglichst effizient nutzbar zu machen. Hergestellt wurden, in Tibet beispielsweise, Kräuterpillen mit einer Vielzahl an Pflanzeningredienzien, die auch noch durch Mantrakraft, Gebte und andere Segnungen rituell mit spiritueller Energie aufgladen wurden um die Wirkung der Medizin noch zusätzlich zu verbessern. Was gibt es heute noch für Möglichkeiten?

Weiterlesen

Atem ist Lebenskraft

Der Atem ist bei uns Menschen ein banaler und auch genialer Vorgang zugleich. Er ist sowohl Teil des autonomen Nervensystems als auch bewusst steuer- und trainierbar. Autonome Regulationen in uns sind beispielsweise die Verdauung oder der Herzrhythmus. Nun wird es interessant:

Die Lunge und die Atmung funktionieren automatisch, denn wir atmen schließlich auch im Schlaf stetig weiter. Allerdings ist es auch so, dass wir zivilisierten Menschen in der Regel zu flach atmen, das heißt nur 75% der Lungenkapazität nutzen und demanch 25% unseres Kraft- und Gesundheitspotential flöten gehen. Wir können mit der Atmung bewusst Einfluss nehmen auf sämtliche Leistungssteigerungen in unserem Leben, sei es Gesundheit, Rehabilitation, Sport oder Meditation, auch im Sinne einer Steigerung der Fähigkeit zu Entspannen. Weiters kann das bewusste Nutzen der eigenen Rede, der Emotionen und der Umgang mit anderen Menschen verbessert werden. Jeglicher Bereich des Lebens ist im Atem inkludiert!

Weiterlesen

Die SIBAM-Elemente

Durch die hilfreiche „Brille“ des Somatic Experiencing können wir den Menschen in seinen 5 Erfahrungs- bzw. Erlebniskanälen betrachten. Als Therapeut kann dies eine gute Orientierung bieten um zu sehen in welchen Kanälen der Klient sich am ehesten aufhält, befindet und welche er gar nicht benutzt oder ob er in einem Kanal feststeckt. In unserer Erfahrungsdimension als Mensch ist es wohl gut in allen 5 Kanälen gleichermaßen ausgeglichen sein zu können. Traumatisierten (Verletzten, chronisch gestressten) Menschen ist es nicht möglich in allen Kanälen zu sein, meist gibt es einen Mangel in einem Kanal oder mehreren, was ein Hinweis auf eine Dysbalance sein kann. Wo mangelt es? Das mag eine wichtige Information für den Therapeuten sein, doch gilt es eher den Fokus auf die stärkenden und guten gesunden Aspekte zu richten. Weiterlesen

Der posttraumatische Wachstumsprozess

Traumatische oder stresshafte Erlebnisse sind Teil unseres Lebens. Diese werden nie ganz vermieden werden können, auch wenn man sich in der Edukation, Vermittlung und Erziehung darum bemühen sollte, zu klären wie Traumatisierungen zustande kommen können und wie man ihnen entgegenwirkt. Das betrifft auch den Umgang mit Emotionen. Aber Traumatisierungen werden uns leider immer als vorkommender Fakt des Daseins erhalten bleiben. Auch wenn sich das dramatisch anhört (und es wahreinlich auf einer perönlichen Ebene auch so ist), heißt das nicht, dass das Leben nur schrecklich und sinnlos ist. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn wir es schaffen diese Dramatik in unser Leben erfolgreich zu integrieren, dann können wir zu neuer Freiheit und Weisheit gelangen. Weiterlesen

Therapeutische Stopp-Technik

Die Therapie und das Heilen stellen eine Kunst dar. Es will gelernt sein, es braucht vielleicht auch etwas „Talent“ und Methodik. Die menschliche Seele (oder Psyche oder Emotionen) sind höchst komplex und wir sind nicht einfach rational funktionierende und rational motivierte Wesen. Wir sind keine Roboter, wir sind keine Maschinen. Wir müssen uns, um Veränderung zu bewirken, an Abwehrmechanismen, Prägungen, Mustern, seelischen Minenfeldern hindurch-, vorbei- und rundherumbewegen um Dinge bewusst zu machen, zu erkennen, in seeleische Tiefen zu gelangen. Wir landen immer und immer wieder in unseren gleichen Mustern mit ähnlichen Problemen, solange bis wir das Muster nicht erkannt haben und einen anderen, neuen Weg einschlagen; wenn wir dazu bereit sind; wenn wir den Mut haben; wenn wir Unterstützung haben; wenn wir die richtigen Erkenntnisse haben. Unsere Prägungen, die wiederum unsere Verhaltensweisen und unser Manövrieren durch das Leben beeinflussen, kommen in erster Instanz von unseren Eltern. Die Eltern schenken uns diesen Körper, und alle weiteren Prägungen folgen (natürlich auch von anderen Bezugspersonen, Umfeld, etc.). Es beginnt bereits im Mutterleib und auch bevor wir eine Sprache und ein Denken entwickeln. In dieser Zeit kann womöglich schon viel passieren, was uns in Muster zwingt, die wir gar nicht durchschauen können. Glücklicherweise gibt es Therapeuten und Heiler, die sich mit solchen Thematiken auseinandersetzen und daran arbeiten wollen auch anderen Menschen zu verhelfen aus negativen (Verhaltens-)Mustern aussteigen und neue heilsame Schritte vollziehen zu können. Weiterlesen

Somatic Experiencing – Techniken und Methoden

Somatic Experiencing (SE) ist eine körperorientierte „buttom-up“ Methode um traumatische Erlebnisse und Stresssituationen effektiv zu behandeln und über unsere bisherigen engen Muster über unsere Weltsicht und über die Sicht von uns selbst und unsere Empfindungen und Gefühle hinauszuwachsen, ja all dies neu zu erleben und neu zu entdecken. „Buttop up“ bedeutet, dass hierbei nicht unsere Gedanken, Ideen, Vorhaben und Vorstellungen unser Leben verändern oder heilen können (dieser Aspekt wäre „top down“ und wird natürlich nicht ignoriert und spielt auch eine Rolle!), sondern, dass unsere Biologie, unsere Physiologie, unsere Körperlichkeit und unser Nervensystem dazu in der Lage sind unsere Empfindungen und Erfahrungen neu zu strukturieren und neue Lebenskraft zu finden. Der Körper hat seine eigene Intelligenz, seine natürlichen Rhythmen und seine natürlichen Gaben, sich von Verletzungen (=Traumata) zu heilen. Aber wie funktioniert SE, mit welchen Methoden arbeitet diese von dem biologieaffinen US-Amerikaner Peter A. Levine ins Leben gerufene Traumatherapie? Weiterlesen

Somatic Experiencing® – Eine Einführung

Somatic Experiencing ist eine von Peter A. Levine ins Lebens gerufene Art der Traumalösungsmethode. Der US-Amerikaner promovierte in medizinischer Biophysik und Psychologie. Er arbeitete jahrelang in diversen Schmerzzentren, bei der NASA zur Stressbewältigung, sowie auch mit US-Kriegstraumatisierten aus Vietnam und dem Irak. Der Zugang, den er zur Traumabewältigung erarbeitete, ist einer aus der Sicht der Biologie. Viele seiner Erkenntnisse leitete er aus dem Tierreich ab und er fand, dass Tiere in freier Wildbahn keine posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) davontrugen – im Gegensatz zum Menschen – und das, obwohl die Tiere sich in mehr oder minder ständiger Bedrohung und sogar Lebensgefahr befinden. Der Mensch innerhalb seiner „sicheren Zivilisation“ ist da etwas anders und trägt sehr wohl unfallbedingte und entwicklungsbedingte PTBS davon. Eigentlich sind es keine Störungen sondern unabgeschlossene Impulse des Nervensystems. Es ist also vielmehr eine Regulationsschwierigkeit als eine Störung. Steht uns unser Neokortex (das Großhirn) womöglich zur Beseitigung gewisser Belastungen sogar im Wege? Weiterlesen