Trauma-Heilung ist kein Quickie

Der Satz „Die Zeit heilt alle Wunden“ trifft auf Traumata leider nicht zu.
Es ist zum Glück bei über 70% von traumatischen Erfahrungen so, dass ein Mensch sich nach ein paar Wochen bis zu einem halben Jahr nach dem Schreckensereignis wieder von selbst reguliert und zu seinem gesunden Gleichgewicht wiederfindet.
Ist diese Regulation nicht von selbst gegeben, dann braucht man mitfühlende und professionelle Unterstützung.
Es gibt Themen, die zu intensiv sind oder zu lange andauerten um sie alleine zu bewältigen; und diese Auswirkungen bleiben dann in unserem Nervensystem gespeichert, solange bis dieses Energiepotential entladen bzw. im System vollständig integriert wird.
Mit anderen Worten geht es um Überlebensenergien, wie beispielsweise Kampf-, Flucht- oder Erstarrungs-Reaktionen sowie Verhaltensmuster des Gefallenwollens als Co-Abhängigkeitsstrategie. Es gibt leider Fälle, da bleiben die natürlichen und gesunden Reaktionen sozusagen hängen, da sie nie ganz zu einem Abschluss gebracht werden können. Die natürliche Heilungsreaktion wird aufgrund der Umstände unterbrochen. Die Energie bleibt förmlich stecken. Es ist so als würde eine Schallplatte hängen bleiben und man erlebt wieder und wieder die selben leidhaften Muster. Trotz mentaler Entscheidung reagiert der eigene Körper sozusagen willkürlich auf bestimmte Situationen.

Warum ist das so? Die Amöbe als Schaubeispiel:

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Faszien, Organe und Emotionen

„Faszien“ sind beinahe schon ein Modewort geworden. Wer Sport betreibt oder auch in der Massagetherapie oder Physiotherapie oder jeglichen manuellen Therapieberufen tätig ist und nicht mit dem Wissen von Faszien arbeitet, hat entweder etwas versäumt oder ist nicht aktuell informiert – so scheint es momentan. Nun kauft man sicher gerne Faszien-Rollen und liest in Gesundheits- und Sportmagazinen über die besagten Gewebestrukturen namens Faszien. Es handelt sich also um eine relativ moderne Entdeckung und ein neues Wissen im Anatomiebereich. Wenn man bedenkt, dass der erste internationale Faszienkongress (erst) 2007 in Boston stattgefunden hat, dann merkt man die Aktualität.

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