Ode an die Kraft der Pflanzen: Öle, Tränke und Rauchwolken-Opfergaben

Während man in früheren Zeiten als traditioneller Mediziner sich mit seinem Meister beziehungsweise mit seinem Schüler auf die Suche nach bestimmten Heilkräutern in der Natur begab, sind die Möglichkeiten der Beschaffung heute andere. Es gibt auch Zugänge, bei denen man womöglich zu einer bestimmten Tageszeit oder Mondphase ernten soll um die optimale zyklische Kraft der Elementarkraft-, Sternen- und Lichtkombination möglichst effizient nutzbar zu machen. Hergestellt wurden, in Tibet beispielsweise, Kräuterpillen mit einer Vielzahl an Pflanzeningredienzien, die auch noch durch Mantrakraft, Gebte und andere Segnungen rituell mit spiritueller Energie aufgladen wurden um die Wirkung der Medizin noch zusätzlich zu verbessern. Was gibt es heute noch für Möglichkeiten?

Therapeutische Ätherische Öle:

Der Saft oder die Essenz der Pflanzen trägt eine bestimmt Wirkung in sich. Durch Dampfdestillation oder Kaltpressverfahren können hochwertige Öle gewonnen werden. Das Praktische ist die Vielzahl an Variationsmöglichkeiten in der Anwendung: Ob tröpfchenweise, mit einem Trägeröl vermengt, als äußere Anwendung benutzt; oder ein paar Tropfen mit Wasser vermengt innerlich eingenommen; oder mit Trägeröl in selbsthergestellter Kapsel vermischt und innerlich eingenommen; oder mit Wasser in einer Sprühflasche vermengt für den Haushalt oder gegen ungebetene Insekten, Bakterien oder Viren benutzt; oder tröpfchenweise ins Badewasser vermengt äußerlich angewandt; oder auch tröpfchenweise mit Wasser vermengt in einem Diffuser – ähnlich einem Luftbefeuchter – um Raumstimmungen und Qualitäten positiv zu beeinflussen!

Kurzum, es ist extrem praktisch anwendbar, wenn man weiß, welche Pfanze für welche Symptome oder Körperregionen gut und wirksam hilft, und dem Produkt vertrauen kann und die Qualität der Pflanzen-Essenzen hochwertig ist.

Ein paar Beispiele aus dem Wirk- und Anwendungsbereich: So gilt Zitronenöl als Reiniger und Desinfizierer; Weihrauch-Öl gilt als wertvoller als Gold aufgrund seiner Alleskönner-Qualitäten „vom Schädelbruch bis zur gebrochenen Zehe“; auch Pfefferminze gilt als „Held“ und Regernerationsmittel allgemein und hilfreich bei Kopfschmerzen und Migräne aber auch bei Instektenstichen sehr wohltuend lindernd; Orange hilft bei Appetitlosigkeit und regt den Fluss von Galle und Leber an; Lavendel hat die paradoxe geniale Eigenschaft sowohl zu beruhigen als auch anzuregen; Wintergrün ist das ideale Schmerzmittel und auch natürliches Anästhetikum; …um hier nur eine kleine Auswahl zu nennen.

Bach-Blütentherapie:

Der Brite Edward Bach entwickelte eine Methode, bei der er gewisse Blütenessenzen herstellte und sie für bestimmte „seelische Muster“ zu verabreichen. Gemeint sind bestimmte störende psycho-soziale Verhaltensmuster, die durch die Wirkung der Pflanzen geklärt werden sollen. Bach legte die Blüten in Wasser, worin er diese auch beispielsweise abkochte, was die Essenz der Pfanzenkraft auf das Wasser übertragen sollte. Somit können Wirkstoffe relativ einfach über verdünnte Essenzen, vermengt mit Alkohol zwecks Haltbarkeit, verabreicht werden.

So gibt es verschiedene Themenbereiche, die man sich genauer mit seinem Klienten ansehen kann, wie zum Beispiel: Angstzustände; Verunsicherungen; Interesselsosigkeit; Innerer Rückzug, Einsamkeitsthematik, Isolation; Überempfindlichkeit, Abgrenzungsthematik; Mutlosigkeit, Verzweiflung, Defezit- und Grenzgefühle; Übertriebenes Zu-viel-wollen.

Beispiele für die Anwendung anhand bestimmter Haltungen und Gefühlslagen sind: Man hat eine manipulative Haltung, glaubt Einfluss nehmen zu müssen und ist enttäuscht wenn es nicht anerkannt wird: Dann hilft Chicory (Wegwarte). Star of Bethlehem (Doldiger Milchstern) ist DIE Trostblüte schlechthin, wenn man eine seelische oder körperliche Erschütterung noch nicht verkraftet und innerlich verarbeitet hat. Wild Rose (Heckrose) dient der Lebenslust, beispielsweise wenn man sich in bestimmten Lebensbereichen bewusst oder unbewusst in einem Zustand der Apathie, innerer Teilnahmslosigkeit und völliger Resignation wiederfindet; man hat sich schon mit etwas abgefunden, innerlich kapituliert. Hornbeam (Weißbuche oder Hainbuche) ist die Spannkraftblüte bei einem ständigen „Montagmorgen-Gefühl“: Man fühlt sich in einem Zustand mentaler Erschöpfung, man zweifelt ernsthaft daran, ob man überhaupt noch die Kraft aufbringt, die täglichen Pflichten zu bewältigen, aber irgendwie schafft man es dann doch immer. …Auch dies war nun nur eine kleine Auswahl von möglichen Themen und dazu passenden Blüten. Die menschliche Seelenwelt ist tiefgründig und sehr sehr vielfältig, wie die Pflanzenwelt auch.

Rauchwolken-Opfergaben:

In sämtlichen Kutlturen, quer über den Globus, verwendet man seit Menschengedenken an die Kräfte der Pflanzen durch Verbrennen und den dadurch enstehenden Rauch und Duft zur Heilung, für Zeremonien, zur Segnung, zur Reinigung und zum Kommunizieren mit höheren spirituellen Mächten.

Aus der Sicht eines Yogis werden gewaltig große Rauchwolken-Opfergaben für die gesamte Existenz und alle Bewohner dargebracht, um Wohlstand, Frieden und Heil zu bringen. Als Basiszutat für ein solches Ritual dient meist Wacholder; dieser kann vielfältigst kombiniert werden, auch mit Harzen oder den „Drei Weißen“ und den „Drei Süßen“ (=Milch, Joghurt, Butter; Zucker, Honig und Melasse). Man möchte den lokalen Geistern und Göttern, sowie allen transzendenten Wesen des Himmels und der Erde, allen Wesen ohne jemanden auszulassen, etwas Heilsames und Großzügiges darbringen, um alle karmischen Schulden zu begleichen, um Freude und Glück zu vermehren. Mögen alle Wesen, wo auch immer sie sich gerade befinden, ihre boshaften Gedanken aufgeben und mit liebender Güte Tag und Nacht Mitgefühl untereinader praktizieren. Möge der Segen der erhabenen Wesen auf uns herabregnen! Mögen wir Praktizierende und alle fühlenden Wesen im eigentlichen Herzen der Erleuchtung erwachen!