Was

Tensegrity – die richtig integrierte Spannkraft

Durch einfache und natürliche Therapieformen wie Traumatherapie (wie Somatic Experiencing) oder Manualtherapie (wie Akupunktmassage, Heilmassagen) wollen wir die Gesamtsituation eines Wesens unterstützen.

Zur Veranschaulichung und Zugang dient Tensegrity als Beispiel. Dies ist eigentlich ein Kofferwort aus dem Englischen und zwar aus der Architektur. Tension (Zugpannung) und Integrity (Ganzheit oder Zusammenhalt) beschreiben hier ein Konzept der optimalen Stabilität auf kleinstem Raum für maximale Funktionalität.

Für die Heilkunst und das Gesundheitsverständnis geht es aber weit über Funktionalität oder Sportlichkeit hinaus. Es geht letztendlich bei den Sitzungen darum den Gesamtzustand der Selbstregulation des Menschen zu verbessern:

Schließlich geht es um das berühmte Mittelmaß an Spannung – nicht zu straff angespannt und nicht zu lasch schlaff! Wir Menschen müssen den Mittelweg finden. Wie die Saite einer Gitarre muss sowohl unser Geist, als auch unser Körper, die richtige Zugspannung in seiner Gesamtheit verkörpern. Das heißt unsere Muskelfaszienverbindungen (Myofasziale Verkettungen) sind mit unseren Organen verflochten und diese wiederum mit unseren Emotionen! Unser psycho-soziales Erleben ist maßgeblich für unseren Gesundheitszustand verantwortlich. Die Leitbahnen (Meridiane) versorgen unsere Zellen mit Ki/Chi/Prana/Lung/Fluidum und diese Bahnen können bereinigt werden. Sei es durch Akupunktmassage oder über die Fußreflexzonen.

Durch unsere Atmung kann unser Zelldruck (vergleichbar mit dem richtigen Reifendruck beim Auto oder bei einem Luftballon) soweit positiv beeinflusst werden, sodass wir gut gefederte Faszien haben, die uns geschmeidig und gesund sein lassen!

Schließlich gibt es drei Beispiele, woher die Körperhaltung (Zugspannung innerhalb ihres Körpers) stammt, die da wären:

  1. Sie sind von Ihrem Klavierlehrer stets von hinten angebrüllt worden.
  2. Sie haben einen Job, bei dem Sie über Stunden hinweg eine bestimmte Körperposition einnehmen müssen.
  3. Sie hatten einen Unfall und/oder eine Operation und nun eine Narbe, die jetzt eine Störung im Energiefluss bzw. Stoffwechsel und eine Kompensationshaltung im Gewebe hervorruft.

Ein Trauma ist eine Wunde, die noch nicht verheilt, verarbeitet, reguliert wurde. Bildhaft gesagt, ist ein Trauma wie eine Winterjacke, die man sich aus Überlebensstrategien und Anpassung, in der Kindheit beispielsweise, angezogen hat. Man musste so handeln, man konnte nicht anders. Später, im Erwachsenenalter angekommen, befindet man sich vielleicht auf seiner Reise durchs Leben bereits in der Wüste unter völlig anderen Umständen (also nicht mehr im Eis, wie in der Kindheit noch) und nun ist diese Winterjacke hinderlich, unvorteilhaft oder gar gefährlich bis tödlich.

Die Traumata, die nun wie eine Zwangsjacke wirken, sind unsere Rigiditäten und Anspannungen und Komplexe. Das bedeutet auch, dass sich dieser erworbene Zwang dem logischen Entscheiden im Leben entzieht. Dann müssen Interventionen und vorallem ein Gegenüber, ein mitfühlender Zeuge her, der dann die Tranformation begünstigt.

Kurzum – Zusamenfassung:

Der Mensch ist wie eine „Vase“ oder ein „Container“, gefüllt mit geistigem und emotionalem Inhalt, mit dem wir mehr oder weniger harmonisch  eingestimmt sind auf die aktuelle Umgebung.

Unser Körper und unser Geist können rigide Anteile aufweisen, die wie Eis sind, wie starr und tot. Durch bewusstes Zuwenden, Erkennen, Atmen, Spüren oder auch durch Manualtherapie wie Massagegriffe lassen sich die Eisblöcke durch das Feuer dieser Methoden schmelzen oder in die Lebendigkeit transformieren.