Archiv für den Monat: August 2020

Alles, was Sie schon immer über Trauma und Glücksfähigkeit wissen wollten

Es folgt eine Homage an die Trauma-Therapiemethode Somatic Experiencing.

Die Methode der Methoden, die fast alles besser macht, von der Haltung, zur Atmung bis zum Puls; von den eigenen gesunden Grenzen bis zu unseren sozialen Beziehungen.

Es gibt wenig, was mehr zufriedenstellende körperliche Freude bereitet als das eigene Fleisch gut zu spüren. Den eigenen Körper gut wahrzunehmen, ihm seinen natürlichen Rhythmus zu lassen, bis er entspannt und wach zugleich ist, macht so ziemlich alles besser, was auch immer dann getan werden muss – sei es Arbeit, Sitzen, Gehen, Sport, Tanzen, Schmusen, die Familie zu schaukeln oder fernzusehen.

Somatic Experiencing ist die lebendige Therapie der Therapien; der Unterschied zwischen fad und aufregend, zwischen eh normal halt und ganz super leiwand, selbst wenn der Körper recht fit und angenehm ist, wird er mit SE noch besser. Mit ein bisschen Konditionierung lässt schon der natürlich-biologische Zugang einem die Wahrnehmung schärfen und das Hier und Jetzt frisch und wach erleben.

Hier, eine kleine Huldigung und Antworten auf hoffentlich fast alle brennenden Trauma- und Glücks-Fragen – als eine kleine Ausführung, die sich häufigen gesundheitlichen Themen und ihrer Behandlung widmen soll.

Wie Somatic Experiencing entstanden ist

Ganz einfach: ein Traumaforscher und Biologe mit guter Beobachtungsgabe hat festgestellt, dass Tiere in freier Wildbahn, im Gegensatz zum Menschen, nicht an PTBS (Posttraumatische Belastungsstörungen) leiden. Obwohl Tiere in freier Wildbahn täglich mit lebensbedrohlichen Situationen konfrontiert werden können, bleibt bei ihnen nichts von den stresshaften lebensgefährlichen Situtionen hängen; sie können einfach gesund weitermachen und gut funktionieren und bleiben fit; sonst würde das Tier sehr bald verenden oder gar seine gesamte Spezies. Warum ist es dann so, dass ein Mensch an Vergangenem unter Umständen so zu kiefeln hat?

Obwohl wir als die höher entwickelten Wesen gelten, scheint uns doch unser Großhirn bei manchen Verarbeitungsprozessen im Wege zu stehen? Was fehlt? Was braucht es? In unserer Biologie sind wir im Prinzip ganz ähnlich aufgebaut wie andere Säugetiere. Wir haben ganz ähnliche Voraussetzungen und trotzdem können wir mit Stresssituationen alleine oft schwerer umgehen um diese restlos zu verarbeiten, zu verdauen. Was es braucht ist, dass wir einen „neuen“ Zugang (eigentlich der Wahrnehmungsinterpretation) zum Körper herstellen, der sich dann ganz von selbst wieder neu reguliert – und Altes nicht mehr belastet und man frisch und entpannt für die Gegenwart und Zukunft wach ist.

Das Erwachen des Tigers – symbolisch steht er für das innere Feuer und die Überwindung rigider, gefangener Energien tief in unserem Körperbewusstsein, in unserem Nervensystem.
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