Archiv für den Monat: Juli 2016

Therapeutische Stopp-Technik

Die Therapie und das Heilen stellen eine Kunst dar. Es will gelernt sein, es braucht vielleicht auch etwas „Talent“ und Methodik. Die menschliche Seele (oder Psyche oder Emotionen) sind höchst komplex und wir sind nicht einfach rational funktionierende und rational motivierte Wesen. Wir sind keine Roboter, wir sind keine Maschinen. Wir müssen uns, um Veränderung zu bewirken, an Abwehrmechanismen, Prägungen, Mustern, seelischen Minenfeldern hindurch-, vorbei- und rundherumbewegen um Dinge bewusst zu machen, zu erkennen, in seeleische Tiefen zu gelangen. Wir landen immer und immer wieder in unseren gleichen Mustern mit ähnlichen Problemen, solange bis wir das Muster nicht erkannt haben und einen anderen, neuen Weg einschlagen; wenn wir dazu bereit sind; wenn wir den Mut haben; wenn wir Unterstützung haben; wenn wir die richtigen Erkenntnisse haben. Unsere Prägungen, die wiederum unsere Verhaltensweisen und unser Manövrieren durch das Leben beeinflussen, kommen in erster Instanz von unseren Eltern. Die Eltern schenken uns diesen Körper, und alle weiteren Prägungen folgen (natürlich auch von anderen Bezugspersonen, Umfeld, etc.). Es beginnt bereits im Mutterleib und auch bevor wir eine Sprache und ein Denken entwickeln. In dieser Zeit kann womöglich schon viel passieren, was uns in Muster zwingt, die wir gar nicht durchschauen können. Glücklicherweise gibt es Therapeuten und Heiler, die sich mit solchen Thematiken auseinandersetzen und daran arbeiten wollen auch anderen Menschen zu verhelfen aus negativen (Verhaltens-)Mustern aussteigen und neue heilsame Schritte vollziehen zu können. Weiterlesen

Freeze, Dissoziation und Seelenverlust

Säugetiere und auch Menschen besitzen einen innewohnenden Mechanismus des Nervensystems, der unter hohem Level an Gefahr und Bedrohung mit Starre (Freeze) reagiert. Die bekannten und gängig gelehrten Modi unseres Nervensystems sind 1) Der Sympathikus: Aktivität, Bewegung, Action, Spannung, und dazu gehören auch „fight“ und „flight“; und 2) Der Parasympathikus: Ruhe, Entspannung, Verdauung, Schlaf, Regeneration.

Das „freeze“ als dritte Möglichkeit unseres Nervensystems zu „schalten“ bezeichnet einen biologischen Menchanismus: In lebensbedrohlichen Gefahrensituationen wird extrem viel Energie im Organismus mobilisiert. Es handelt sich um eine immense Lebensenergie, die durch Kampf oder Flucht das eigene Überleben sichern soll. Werden beide Auswege blockiert dann setzt sich diese Energie im Nervensystem fest, es reagiert mit Immobilität, es bleibt etwas hängen, es wird etwas eingefroren. So gibt es einen von Gott (oder der Natur) geschaffenen Mechanismus, der uns aber auch retten kann: das Freeze; eben: „Das Einfrieren“, Erstarren.

Woody Allen sagte einmal: „Wenn ich schon sterben muss, dann möchte ich nicht dabei sein.“ Darum geht es. Das Freeze macht uns den Abgang leichter, man spürt nichts mehr, nicht mal mehr die Emotion Angst. Das Freeze an sich ist nicht das Problem für uns Menschen sondern der Weg aus dem Freeze wieder vollständig herauszukommen ist die Krux.

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Faszien, Organe und Emotionen

„Faszien“ sind beinahe schon ein Modewort geworden. Wer Sport betreibt oder auch in der Massagetherapie oder Physiotherapie oder jeglichen manuellen Therapieberufen tätig ist und nicht mit dem Wissen von Faszien arbeitet, hat entweder etwas versäumt oder ist nicht aktuell informiert – so scheint es momentan. Nun kauft man sicher gerne Faszien-Rollen und liest in Gesundheits- und Sportmagazinen über die besagten Gewebestrukturen namens Faszien. Es handelt sich also um eine relativ moderne Entdeckung und ein neues Wissen im Anatomiebereich. Wenn man bedenkt, dass der erste internationale Faszienkongress (erst) 2007 in Boston stattgefunden hat, dann merkt man die Aktualität.

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